Nach der niederschmetternden Nachricht vom letzten Montag von der Insel holten wir uns heute eine Zweitmeinung im Beau Site. Die fiel erstaunlicherweise ziemlich anders aus, was die Sache damit nicht einfacher macht. Das hatten wir auch schon 2011 so, wo sich USZ und Insel nicht einig waren. Diese Achterbahnfahrt bleibt nervenaufreibend…
Nach der Diagnose des Radiologen und des Assistenzarztes von der letzten Untersuchung kam heute endlich auch vom Chefarzt eine (telefonische) Rückmeldung – die aber leider den bereits ausgemalten „worst case“ noch verschlimmerte: Vermutlich muss die komplette OP wiederholt werden – inklusive Neuanschluss der Herzkranzgefässe, also das ganz grosse Besteck – so ein Riesensch….
Eine Kollegin hatte Geburtstag – und nach sehr schnellem, erfolgreichem Aufbau der Pergola konnte die Feier ganz entspannt beginnen.
Musik, gute Stimmung und als besonderes Highlight sogar ein kleiner, wunderbar abkühlender Regenguss. Fast schon perfektes Sommerwetter.
Allerdings machte ich mich relativ bald auf den Weg zurück nach Hause, wegen des Befunds von letzter Woche war Bernd ziemlich grübelig. Abwarten ist bekanntlich nicht gerade seine Paradedisziplin…
An der Naht zwischen den beiden Prothesen scheint etwas undicht zu sein – und das hat sich wohl seit Februar deutlich vergrössert.
So ein Sch… Jetzt geht die ganze Ungewissheit und Untersuchungen und Abwägungen wieder von vorne los! Das hatten wir nicht erwartet bei der eigentlich geplanten „Abschlussuntersuchung“ 🙁
Bernd war heute morgen leider unpässlich (ich hatte mir nachts das Essen nochmal durch den Kopf gehen lassen und war daher platt – der Co-Autor) und daher ging ich alleine Richtung Salinen. Diesmal war allerdings kein Chamäleon zugegen. Dafür aber viele Blumen
im Frühjahr blüht hier alles
und ein paar Vögel gab es auch wieder.
Auf dem Weg unterhielt ich mich mit einer Frau, die sich hier ein bisschen um die Strassenkatzen kümmert. Schön, gibt es jemanden!
Am frühen Nachmittag fuhr dann Bernd mit zum Strand und wir plantschen herum und beobachteten die Gezeiten.
Danach gab es eine Pateis de nata und ein Sandwich. Das Abendprogramm nach der Siesta
auf der Dachterrasse sah ein Konzert in einer Bar vor.
Party machen war früher auch einfacher… nach knapp 4h Schlaf haute es mich auf dem Weg vom WC einfach um. Da ziemlich viele Krankenfachkräfte da waren, war ich in allerbesten Händen. Zur Sicherheit holten die zwar noch die Sanitäter aber ausser Blutdruck messen (80/55) unternahmen die auch nicht viel und ich schlief mich dann einfach noch zwei Stunden aus und konnte dann halbwegs problemlos mit dem Zug nach Hause zum Miezer fahren! Was für eine Feier!
Puh war das ein Krimi! Bernd wurde bereits um 9.00 zur OP abgeholt aber erst um 14.30 kam der Anruf, dass alles gut gegangen sei. Ich hatte die Vitalwerte in der MyInsel-App beobachtet und mich schon gewundert, dass Blutdruck und Atmung unregelmässig und immer wieder viel zu niedrig waren aber offenbar hat sich alles um 14 Uhr stabilisiert und der Herr hat fürs Abendessen gleich Fisch bestellt.
Nach einer recht langen Wartezeit, weil kein Arzt sich wirklich zuständig fühlte, dann aber gleich zwei kurz nacheinander vorbeischauten, konnte ich den Patienten aber auch schon wieder mit nach Hause nehmen – und das sogar im ÖV 🙂
Mit dem Fahrrad mache ich mich wieder auf den Weg nach Stettlen, das letzte Mal hat das linke Bein deutlich an Beweglichkeit gewonnen. Die Sonne lachte wieder und kaum 20 Minuten später war ich dort in dem alten Industriequartier, wo sich die Muckibude Kraftakt mit der Kinesiologiepraxis von Franco befindet.
Diesmal gingen wir auch noch eine Blockade im Rücken an, mal schaun wie das vorwärts geht…
Schon wieder vorbei der Besuch – schade! Aber schön war’s! Bernd fuhr bei frühlingshaften Temperaturen mit dem Bike nach Stettlen um sich dort sein Knie anschauen/bewegen zu lassen.
Die Strampelei ging zurück dann fast von alleine, mit herrlichem Blick auf die Berge:
Heute war der Besuch tagsüber weitgehend auf sich alleine gestellt. Zum z’Mittag trafen wir uns auf einen Mezze-Teller im Arkadas und Bernd war währenddessen in der Insel. Am Abend trafen wir uns dann alle wieder im Mühlirad,
Heute stand die Kontrolle an und es sieht gar nicht schlecht aus! Craggsis Gallensteine haben sich zwar nicht aufgelöst aber sie blockieren nicht mehr den Gallengang und somit hat er auch keine Entzündung mehr. Hoffen wir mal, dass das lange so bleibt. Wir sind jedenfalls zufrieden.
Bernds Fuss mochte den gestrigen Abend offenbar gar nicht – jedenfalls streikte er. Er meinte, Wärme würde helfen aber das heisse Bad war dann doch wohl übertrieben und legte ihn für den Nachmittag und Abend komplett flach (am Ende stellte sich heraus, dass das Kortison half).
So verbrachte ich den Tag halt mit einem Shoppingbesuch in der Stadt und einer längeren Rätseleinlage mit kätzischem Besuch.
Ein diesmal nicht ganz so überzeugendes Stück über den Schweizer Nationalhelden, bzw, Proben zu einer Aufführung des Stücks von Schiller in einer Waschküche.
Dämpfer im Genesungsprozess
Während ich heute den ganzen Tag unterwegs war, gab es leider einen kleinen „Rückschlag“ beim Patienten: Irgendwoher hatte sich Bernd einen Schnöf eingefangen, der ihn heute ins Bett zwang. Ohnehin noch nicht wirklich fit ist sowas sehr mühsam – und das Husten tut mit halbverheiltem Brustkorb natürlich ziemlich weh 🙁
Zum Faschingsbeginn! Der erste Tag war zumindest schon mal vielversprechend. Ein längerer Stadtspaziergang zum Stein abliefern und anschliessend ein Belohnungbier.
Wir verbrachten den etwas trüben Tag weitgehend mit ausruhen, ein bisschen Geocachen (nach längerer Suche fand ich den Multi dann doch noch), Rätseln und Kartenspielen.
Bernd vertrat sich die Füsse nur kurz (nach dem längeren Marsch gestern hatte er sich das verdient) und ich machte die kleine Winterberg-Runde.
Nach dem Abendessen fuhr ich dann zu Craggsi und trank mit der lieben Catsitterin noch ein Bierchen, bevor ich dann das Auto wieder in der Garage versorgte.
Vor dem Miottagessen drehte ich meine erste Runde um HSW, um ein paar Infos zu einem Geocache zu suchen.
Gleich nach dem Mittag machten wir gemeinsam eine schöne Wanderung rund um die Blume bei traumhaftem Wetter.
Sehr tapfer, wie Bernd schon drei Wochen nach OP eine kleine Wanderung von 8 1/2km und knapp 300hm schaffte – auch wenn wir den Aufstieg zur Blume selbst lieber bleiben liessen.
Zum Abendessen gingen wir auswärts ins Bellevue – einer urchigen Beiz mit währschaftem Essen. Der Rückweg durch die recht hell erleuchtete Nacht war auch noch ganz nett.