Nachdem ich am Morgen die Weihnachtsente in den Ofen geschoben hatte, machten wir zwei Mädels uns auf den Weg, durch die Stadt ins Kino zu laufen.
Vorher wollten wir noch ein paar Besorgungen für das Abendessen am Bahnhof machen, was keine gute Idee war: im Coop stellte die Augsburgerin fest, dass jemand ihren Rucksack aufgemacht haben musste und den Geldbeutel geklaut hatte! So ein Sch… Kurz vor dem Kino sperrten wir noch die Karten und dann lenkten wir uns mit dem viel zu langen und viel zu schlachtenreichen Film, der allerdings schon schöne Bilder (insbesondere in 3D) hatte, ab. Da keine einzige Polizeidienststelle offen hatte, fragten wir ein paar Polizisten, was tun und die meinten, dass man morgen auf die Wache könnte, die als einzige am Samstag offen hat und theoretisch am Montag zur Botschaft müsse, um einen Ersatzausweis zu bekommen. Die Polizeiwache ist ja drin aber für die Botschaft ist am Montag leider keine Zeit. Deshalb muss die Nase halt das Risiko eingehen – kontrolliert wurde von uns eigentlich noch nie jemand an der Grenze – also hoffen!
Am Abend gab es dann nach dem Absetzen der Verlustmeldung auf den Schreck hin die sehr gut gelungene, diesmal asiatische Weihnachtsente.
Ausnahmsweise mal auf einen Samstag geschoben, war heute mal wieder Zeit für ein lustiges Theaterstück im Effingertheater. Es war auch in der Tat recht kurzweilig, wie die beiden ProtagonistInnen sich gegenseitig erst nicht und dann doch ganz gut verstehen.
Ganz kurzfristig entschieden wir, mal wieder die Elektroniker zu besuchen. Es hat sich richtig gelohnt! Auch wenn nach ein paar Liedern alle Computer neu gestartet werden mussten und es so zu einer 15min Zwangspause kam, machten die Jungs richtig Party und vor allem – als alles wieder funktionierte – eine tolle Videoshow.
Die Bässe rissen an den Haaren und das flackernde Licht versetzte fast in Trance. Ein Erlebnis.
Schon wieder eine Lesung: diesmal mit einem recht hochgejubelten jungen (20-jährigen) Schweizer Schriftsteller, der über seine ungarische Familie Anfang des 20. Jahrhunderts schreibt: Lázár. Ich hatte das Buch schon mal angefangen und wieder aufgehört, weil ich nicht warm wurde mit den Figuren. Mit den Erklärungen gehe ich es sicher nochmal an. Der Audimax war jedenfalls brechend voll!
Heute gab es eine sehr volle Lesung mit der Schweizer Buchpreisgewinnerin Dorothee Elmiger. Sie las aus dem Buch „Die Holländerinnen“. Obwohl die Moderatorin mit einem Hustenanfall kämpfte, war es eine interessante Veranstaltung – aber das Buch ist glaub ich nicht so ganz mein Fall: Zu viele Abschweifungen und dass alles im Konjunktiv geschrieben ist, nervt auch ein bisschen.
Unser armer Besuch geriet heute bei der Anfahrt auf seine Messe hier in Bern in ein Totalsperrung bei Sinsheim, wo er 3 Stunden ausharren musste. Trotzdem kam er relativ entspannt gegen 18 Uhr (statt wie geplant um 15 Uhr) an und da der Messestand bereits aufgebaut war,
gingen wir in die Stadt und suchten uns ein Lokal zum Essen. Fündig wurden wir beim Italiener in der unteren Altstadt.
Den Kaffee und den Cheesecake-Nachtisch gab es dann oben beim Adrianos
von wo aus es nicht mehr weit war zum Rendezvous am Bundesplatz, das mit weniger Menschen und besserem Platz beim zweiten Mal dann doch ganz gut war (wenn auch a…kalt) .
Ein interessanter Morgenevent mit einem sehr gut gemachten Film über den in Anwesenheit der Regisseurin noch ein wenig diskutiert wurde. Der Stasi-Film, der eigentlich kein Stasi Film sondern ein persönliches Portrait eines Mannes war, der in zwei totalitären Regimen gelebt hat, war eindrücklich und regte zum Nachdenken an.
Ein diesmal nicht ganz so überzeugendes Stück über den Schweizer Nationalhelden, bzw, Proben zu einer Aufführung des Stücks von Schiller in einer Waschküche.
Dämpfer im Genesungsprozess
Während ich heute den ganzen Tag unterwegs war, gab es leider einen kleinen „Rückschlag“ beim Patienten: Irgendwoher hatte sich Bernd einen Schnöf eingefangen, der ihn heute ins Bett zwang. Ohnehin noch nicht wirklich fit ist sowas sehr mühsam – und das Husten tut mit halbverheiltem Brustkorb natürlich ziemlich weh 🙁
Wieder einmal eine Vernissage im Zentrum Paul Klee. Die Vorträge waren interessant, der Apéro eher überschaubar und die Ausstellung nicht so ganz mein Fall – Textiles Arbeiten finde ich zwar schön selber zu machen (man konnte selbst an einem Webstuhl ausprobieren) aber die Ergebnisse finde ich mässig interessant.
Aber es war ein schöner Abend mit der Nordic Walking Kollegin und einem Spaziergang über die „Steinschlange“ zurück.
Meanwhile in HSW gab es heute echten Kitsch vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang.
Endlich schaffte ich es mal, an einer Lesung aus einer Reihe der Germanistik teilzunehmen. Wird sicher nicht das letze Mal gewesen sein. Auch wenn das vorgestellte Buch recht schwierig zu sein scheint und ich es wahrscheinlich nicht lesen werde. Aber der Event nach einem kurzen Apéro zusammen mit der ehemaligen Kollegin (eben aus der Germanistik) war recht nett.
Die Ausstellung wollten wir unbedingt sehen – auch wenn der Kirchner (wie schon Bernds Mutter festgestellt hatte) keine Tiere zeichnen kann. Die Ausstellung – exakt einer Ausstellung von 1933 nachempfunden
– war auch wirklich recht nett und nicht zu viel.
Anschliessend gab es noch einen Kaffee in der Turnhalle und ein Bierchen im Trappiste – so schrecklich ist Bern doch wirklich nicht!
Ich wusste gar nicht, dass es zwei Kinos in der Seilerstrasse gibt! Nach einem nicht gerade gesunden Döner-Abendessen auf dem Bärenplatz gingen wir ein bisschen zum Lachen ins Kino – es lohnte sich 🙂
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