Bernd meinte, dass es ihm heute gut genug ging, um wie geplant zum Genfer See zu fahren. Deshalb ging ich schon recht früh auf den Markt und fuhr dann mit dem Zug nach Bulle, wo ich unsere ehemalige Katzensitterin nach langer Zeit mal wieder traf. Wir suchten einen Geocache, futterten Eis und ratschten ausgiebig.
Dann kam Bernd mit dem Auto (das er eigentlich lieber nicht hätte fahren sollen, so angeschlagen wie er war) und ich fuhr weiter nach Grandaux, wo weitergeratscht wurde.
Bernds mitgebrachtes Skirt-Steak und ein Pata Negra Schwein wurden dann gegrillt, ein paar Bier vernichtet und wir gingen erstaunlich früh ins Bett.
Trotzdem es angefangen hatte, zu schneien, schnappte ich mir nach dem obligatorischen Marktbesuch
das Auto und fuhr zu unserer ehemaligen Katzensitterin, die inzwischen bei Bulle wohnt. Wir ratschten, guckten die vielen Tiere an und tranken dann noch einen Kaffee. Ein bisschen Ablenkung vom traurigen Wochenbeginn.
Mit unserer Ex-Katzensitterin, die inzwischen von der Ostschweiz in die Westschweiz gezügelt ist und nicht nur den Katzen mal wieder einen Besuch abstattete. Der schöne Tag lockte uns an die Aare vorbei am Fähribeizli (Kaffee & Kuchen)
zur Auguetbrücke und zurück auf der Eichholzseite (mit kurzem Schwumm meinerseits bis zum Schönausteg)
hin zum Grottino, wo wir Bernd trafen und ein/en erfrischendes/n Kaffee Freddo/Bier bekamen. Abends gabs dann (wieder zu zweit) mal wieder eine Spargeltorte.
Mal wieder ein Besuch in Wildberg. Da die ehemalige Katzensitterin nun an den Wochenenden auf zwei Hunde (das sind geschorene Collies..) aufpasst, war es ein recht kurzweiliger Spaziergang
Diesmal probieren wir es mal, die Katzen aushäusig versorgen zu lassen. Wir brachten die beiden also nach Winterthur, wo sie liebevoll aufgenommen wurden. Nur unterm Bett war es anfangs halt schon noch am sichersten. Aber sogar der grosse Angsthase Talisker schlich bald vorsichtig herum. Und Craggsi passt rein farblich sowieso super in die Wohnung 🙂
Auch heute lachte die Sonne vom zunächst wolkenlosen Himmel!
Gut ausgeruht starteten wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Dann bestiegen wir Schusters Rappen und nahmen die heutige Etappe in Angriff. Es ging zunächst auf ein wohl einzigartiges Hochmoor bis nach Rosenlaui.
Dort machten wir einen kleinen Abstecher in die Rosenlaui-Gletscherschlucht – ein Unesco Welterbe – und das zu Recht! Eine beeindruckende, enge Schlucht, in der das Gletscherwasser wild rauscht und bizarre Formen im Felsen hinterlassen hat.
Weiter gings zur Schwarzwaldalp, wo wir uns das wohlverdiente Z’mittag gönnten, bevor es an den eigentlichen Aufstieg des Tages ging: zur Grossen Scheidegg. Unterwegs wurden wir Zeuge eines Lawinenabgangs – heftig, was da an Schnee- und Eismassen herunterkommen kann.
Als wir oben angekommen waren, war es allerdings so früh, dass wir kurzerhand unsere zwei Betten im Massenlager stornierten und uns entschieden, doch noch nach Grindelwald abzusteigen. Unterwegs klärten wir mit der Katzensitterin, dass sie heute nicht umständlich zu uns fahren muss (ein Zug ist in Winterthur entgleist und sie hätte mit dem Bus fahren müssen), sondern dass wir heute noch selbst heimkommen. So langsam zog es nämlich zu, aber wir schafften das auch ganz easy, sogar mit einer weiteren Einkehr am Ober Gletscher von Grindelwald und einem guten Abendessen in Grindelwald.
Heute stand der lange Rückweg bevor… Keine besonders tolle Idee war es, der Cave Coopérative in Ruoms (wo wir letztes Jahr gewesen waren und einen tollen Rosé gekauft hatten) einen Besuch abstatten zu wollen, weil die blöderweise am Sonntag nachmittag geschlossen haben. Und so ergab das einen ziemlich sinnlosen Umweg über die Ardeche. Aber immerhin sahen wir so ein Stück der diesjährigen 19. Etappenstrecke der Tour de France (überall auf der Strasse waren Kreidezeichnungen und -schriftzüge angebracht, weil die Tour erst vorgestern hier durchging).
Ein Wermutstropfen war noch, dass wir unsere Katzensitterin nicht erreichen konnten und so ging die Fahrt zumindest ab Lyon etwas mit sorgenvoller Vorahnung weiter. Zum Glück kamen wir nach der etwa 11-stündigen Fahrt (fast) pünktlich zum Ende des „Tatort“ an und stellten fest, dass doch alles in Ordnung war -auch dem kleinen Gipsbein und Hägi-Bärchen ging es gut.
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