Heute ging ich noch zum Frühstück ins Hotel der anderen, während Bernd ausschlief und duschte. Die „Fangruppe“ teilte sich. Drei machten sich auf den Weg Richtung Augsburg. Überraschend leeres Abteil, angenehme Fahrt und… nur eine Stunde Verspätung. Für die Bahn fast schon pünktlich.
Der andere Teil gönnte sich noch ein paar Stunden Hamburg. Ein letzter Spaziergang, noch einmal Hafenluft schnuppern, das Bismarckdenkmal besuchen und – wie könnte es anders sein – ein letztes Krabbenbrötchen.
Anschliessend ging es entspannt zum Flughafen. Der Flug nach Zürich verlief unspektakulär, danach weiter mit dem Zug nach Bern.
Zu Hause wartete dann noch der wichtigste Empfang des Wochenendes: der Miezer. Die griechische Katzensitterin hatte sich prima gekümmert. Keine beleidigten Blicke, kein demonstratives Ignorieren. Die Zickerei kam erst am nächsten Tag!
Der Tag begann eher unspektakulär. Frühstück im Supermarkt. Nicht, weil wir plötzlich Sparfüchse geworden wären, sondern weil der Wasservorrat dringend aufgefüllt werden musste. Prioritäten – und die Streckenanzeigen im Bus sind hier recht freundlich.
Danach ging es zur Hamburger Meile. Ein bisschen Shopping, vor allem aber auf der Suche nach einer Regenjacke. Erfolglos. Also Plan B: ab zum Hauptbahnhof. Dort gibt es schliesslich den Schietwetter-Shop – und diesmal wurden wir tatsächlich fündig. Eine Regenjacke für Bernd und gleich noch ein Hut für Sibylle wanderten in die Tasche. Man will ja vorbereitet sein. Bevor die Augsburger Nasen eintrafen, blieb gerade noch Zeit für ein Krabbenbrötchen & Fassbrause in Bahnhofsnähe. Gleichzeitig eine hervorragende Gelegenheit, den Schlagerfans aus dem Weg zu gehen, die den Bahnhof bevölkerten. Bunte Hemden, fragwürdige Gesänge und jede Menge gute Laune – so ein Sch…
Dann war es so weit: Die Augsburger Nasen eingesammelt und gemeinsam hinaus nach Rübennasenhausen. Schnell eingecheckt, einen Apéro in deren Hotelbar genommen und für später zum Pizzaessen in unserem Hotel verabredet.
Anschliessend ging es zu Fuss in den Stadtpark zum Madness-Konzert. Rein zufällig standen wir direkt neben dem Bierausschank – was nicht ganz so clever war, weil ständig irgendwer vorbeiwollte. Aber lustig wars!
Das Konzert machte richtig Spass. Und natürlich zeigte Hamburg noch einmal, warum es einen Schietwetter-Shop gibt. Pünktlich bei „The Sun and the Rain“ öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Timing kann das Wetter.
Nach dem Konzert ging es mit dem Bus zurück in die Innenstadt. Der Augsburger hatte nach kurzer Recherche eine Cocktailbar aufgetrieben – und das war definitiv ein Volltreffer. Richtig gute Drinks im Nick and Nora in entspannter Atmosphäre waren ein gelungener Ausklang des Abends.
Eigentlich wollten wir dort noch die Bremer Nase treffen. Irgendwie hat das allerdings nicht funktioniert. Vermutlich klassische Kommunikationsprobleme.
Nach der Ankunft verschwand das Gepäck erst einmal in der Aufbewahrung. Deutlich praktischer, wenn man den ganzen Tag durch die Stadt laufen möchte. Und laufen sollten wir. Viel laufen. Erste Schleife: das Rathaus. Beeindruckend wie immer, danach ging es weiter durch die Stadthöfe, wo gerade eine Ausstellung zum Seufzergang aufgebaut war.
Von dort führte der Weg durch die Speicherstadt Richtung Elbphilharmonie.
Auch wenn man keine Konzertkarten hat: Der Besuch lohnt sich.
Vor allem am Vormittag, bevor die ganz grossen Menschenmassen eintreffen. Die Aussicht über den Hafen ist beeindruckend obwohl oder weil es ausgesprochen windig war!
Langsam meldete sich der Hunger. Der Plan war klar: Krabbenbrötchen. Also erst einmal zum Fischmarkt. Dort war in den Hallen allerdings nix los. Das erste Matjesbrötchen gab es deshalb kurzerhand gegenüber. Sehr ordentlich.
Ganz satt waren wir danach aber noch nicht. Also weiter zu den Landungsbrücken und auf die Docks. Dort reiht sich eine gemütliche Kneipe an die nächste.
Und weil ein Krabbenbrötchen bekanntlich selten allein kommt, wurden es dort gleich noch zwei. Hervorragend – genau so stellt man sich einen Mittag am Hafen vor.
Nach einem Kaffee mit hervorragendem Käsekuchen mussten wir irgendwann dann doch einchecken. Also ab in den Norden Hamburgs. Mit der S-Bahn bis… Rübennasenhausen ähm. Rübenkamp und dann noch zum Numa Hotel Fore beim Stadtpark laufen, wo wir mit Codes und einer App eincheckten.
Nach einer kurzen Pause zog es uns wieder in die Stadt. Über das Sternschanzenviertel ging es zur Ratsherrn-Brauerei, wo Labskaus auf den Teller kam. Muss man in Hamburg schliesslich einmal gegessen haben und fein war er auf jeden Fall.
Danach schlenderten wir durch ein richtig schönes Viertel, gönnten uns noch eine gemütliche Kaffeepause und arbeiteten uns langsam Richtung Reeperbahn vor.
Dort dann das volle Programm: Blink, blink, Neon, Musik und Menschen – viele davon in Siebzigerjahre-Look. Uns fiel erst später wieder ein, dass morgen ja so eine doofe Schlagerparade stattfindet und es sich nicht um das neue St. Pauli-Outfit handelt.
Ein Cocktail durfte natürlich nicht fehlen – gleich neben der Davidwache.
Ein kurzer Blick in Richtung Herbertstraße und dann machten sich die vielen Kilometer endgültig bemerkbar. Müde, mit platten Füssen, aber rundum zufrieden ging es zurück ins Hotel.
Am Abend ging es mit dem Nachtzug Richtung Hamburg. Erstaunlicherweise lief die Reise ziemlich entspannt. Erst mal fuhren wir nach Basel, wo wir in einem recht guten Vietnamesen in der Nähe des Bahnhofs ein schönes Abendessen bekamen.
Der Zug kam pünktlich und wir bezogen das angenehme Abteil – sogar mit Toilette!
Wir hatten uns in Basel bei Drinks of the World noch mit Bier eingedeckt und so begann der Kurztrip gleich ganz gemütlich.
Ganz ohne DB wäre es natürlich auch langweilig gewesen 😉 Eine Stunde Verspätung sammelten wir unterwegs zwar ein, aber das hielt sich wirklich in Grenzen. Viel wichtiger: Wir kamen entspannt an und konnten in die Stadtbesichtigung in erholsamer Temperatur mit ganz schön viel Wind starten.
Der Hitze entfliehen! Das gelang recht gut 🙂 Es ging mit dem offenen Auto in die recht angenehme („nur 23 Grad“) Grimsel-Region,
wo wir beim Grimselhospiz die Sidelhornbahn zum Startpunkt der Wanderung nahmen.
Schon nach kurzer Zeit hatten wir herrliche Aussicht (untermalt noch am Anfang vom Dröhnen der Motoren der Moto Biker und übrigen Rennfahrer) und sogar ein paar Schneereste zur Abkühlung.
immer mit Blick auf einen der zahlreichen Seen
ging es durch wunderschöne Landschaft – teils sogar ganz anspruchsvoll
und vorbei an vielen Bergblumen.
Schliesslich gelangten wir immer näher an die sterbenden Gletscher, was wirklich traurig aussah.
In einem der (nicht Gletscher-)Seen fand ich noch eine willkommene Abkühlung
aber leider war die innere erstrebte Abkühlung im Oberaar-Berghaus – weil es geschlossen war – nicht möglich.
Stattdessen fuhren wir halt wieder mit der Bahn nach unten und futterten im Hospiz – weil wir leider nach der Mittagszeit ankamen nur im Selfservice-Lokal eine Gerstensuppe.
Als der Himmel zuzog fuhren wir wieder Richtung Hitze und unterbrachen die heisse Fahrt in Merligen am Thunersee für ein erfrischendes Bad.
Eine gelungene Hitzeflucht, die auch noch wirklich sehr viel Spass gemacht hatte! Es schreit nach Wiederholung (Berge sind schon angenehm)
Bis Nachmittag war es nur in der klimatisierten Wohnung auszuhalten… Und dann war auch als einzige Möglichkeit ein langer Aareschwumm möglich. Auf dem Rückweg musste ich unterwegs glatt nochmal ins Wasser, sonst wäre ich erschwitzt 🙂 Wieder zuhause waren wir leider wieder auf Ausgangstemperatur…
Am Abend ging es dann ins angenehm klimatisierte Myle am Bahnhof – im Innenraum ein gelungenes Upgrade zur Steinhalle. Der Garten ist natürlich nicht so schön, aber der wäre heute soundso zu heiss gewesen.
Das Essen war jedenfalls wieder phänomenal gut! Die Hokkaido-Reise hatte einige sehr feine Elemente.
Amuse Bouche
erster & zweiter Gang
dritter Gang – hier unterschieden sich die Vegi und Fisch-Variante dann zumindest optisch deutlicher
Hauptgang
Kalamansi – knapp erwischt 🙂
Ein megageiler und ein wahrscheinlich recht authentischer Nachtisch
Eigentlich hatten wir gehofft, dass das Casino besser klimatisiert wäre. Aber trotzdem war es ein wirklich tolles Konzert bestehend aus drei Teilen, die alle individuell und unterschiedlich aber sehr gelungen waren.
Das erste war ein opulentes Stück für das gesamte Orchester, das zweite ein fantastisches Klavierkonzert mit einem hervorragenden Pianisten (Jean-Yves Thibaudet) und das letze ein abwechslungsreiches Stück als Namensgeber für die letzte Vorstellung der diesjährigen Saison mit Chefdirigent Krzysztof Urbański.
Es wird heiss! Auch die Aare wird echt warm! Aber immerhin hält man es da drin besser aus als in der extremen Hitze – und das geht noch einige Tage so weiter…
Mit immer noch schönen Eindrücken im Gepäck der Erinnerung ging ich zuerst mal mit einem Westschweizer auf einen ersten Kaffee (für ihn ein Bier) ins Grand Cafe Lochergunt
und dann trafen wir uns mit den anderen Tote-Hosen Fans und nahmen ein richtiges Frühstück bevor wir uns diesmal gemeinsam im Zürisee abkühlten
Danach ging es wieder nach Bern zum Craggsi-Tierchen.
Die Abschiedstournee!! Vorher trafen wir uns im Zug mit dem Westschweizer, der seine Frau schon alleine hatte losfahren lassen, um ein Frauenwochenende zu machen. In der glühenden Hitze glühten wir im Alehaus ein bisschen vor.
Und als noch ein Zürcher dazukam, machte ich mich langsam auf die Socken, um mich im See abzukühlen – die Jungs kühlten sich weiter von innen.
Nach dem erfrischenden Schwumm im übervollen Utobad traf ich die Mädelsrunde im Niederdorf
und wir zogen gemeinsam los zum Letzigrund.
Dort tauchten dann auch irgendwann die beiden Jungs auf, die noch an der Fritschiwiese ein paar Bier mehr abgepumpt hatten und sich die Sonne so richtig auf die eh schon vorgeglühten Birnen scheinen liessen. Wir Mädels standen leider ein bisschen zu lang in der Getränkeschlange (die heute extrem schlecht organsisiert war) und verpassten so den ersten Anfang.
Aber das machte nichts: Es ging schliesslich über zwei Stunden und von Anfang bis Ende mit Wahnsinns-Power
intensiver Stimmung
und einigen sehr emotionalen Ansagen und Momenten.
Wirklich eines der besten Hosen-Konzerte, die wir bisher hatten.
Zum Ausklang gingen wir noch in eine neue Location, die Remise Rosa – vom gleichen Betreiber wie Frau Gerolds Garten, wo dann noch Fussball geglotzt wurde (Deutschland – Elfenbeinküste 2:1)
Den letzten Absacker nahm ich dann aber nicht mehr und ging lieber in das gemietete Appartement, das wirklich nicht schlecht war (dort im Innenhof hatten wir uns mal ein Loft angeschaut).
Auch in Bern gibt es alle Jubeljahre ein Stadtfest! Heute war es wieder soweit und am Bundesplatz spielte Traktorkestar mit Stefan Eicher zusammen.
Wir hatten richtig Glück: Ein Unwetter rollte heran, regnete ein bisschen und vertrieb die Leute. Dann verzog es sich wieder und wir hatten Plätze in der allerersten Reihe.
Ein kurzes Treffen an der Kantonalbank mit den beiden, die auf Troubas Kater warteten, hielten wir kurz – schliesslich wollte Bernd noch Bier trinken und wir kamen auch im Trappiste gerade so gut an, dass wir uns ein paar Stühle schnappen konnten und im Trockenen ein paar Bier trinken konnten.
Dann kam noch eine ehemalige Germanistik-Kollegin, mit der ich dann noch zur Bundesterrasse zog, um die neue Drohneshow zu bewundern – sehr patriarchalisch und mit gaanz viel „Zuckerguss“ aber ein ganz netter Abschluss.
Bernd war vorher nach Hause gegangen, hatte aber unterwegs auch die Drohnen gesehen, als sie noch aufgeladen wurden 😉
Das letzte Stück der heurigen Spielzeit war ein Monolog einer selbsternannten Überlebenskünstlerin, die das Publikum darin schulte, mit Unwägbarkeiten, wie einem abstürzenden Aufzug oder einem angreifenden Alligator zurechtzukommen. Ganz amüsant und sehr gut gespielt.
Die Hitezewelle ist da! Nach einem Balkonfrühstück gingen wir zur Abkühlung ins Marzili. Erst mal ins Becken und dann natürlich noch in die Aare mit direktem Ziel aufs Bundeshaus – wo kann man schon in so schöner Kulisse schwimmen?!
Heute ging es mit Bernd zur ersten vernünftigen Wanderung seit langem! Wir fuhren gegen 8 Uhr los und nutzten beim Marbachegg unseren neuen Magic Pass, um mit der Bahn nach oben zu fahren.
Dort suchte ich erst mal einen Geocache, den Bernd nur entdeckte, damit es schnell vorbei ist und wir schnell losfahren – äh nein, skifahren ist ja leider verboten… – loslaufen konnten.
Die Wanderung ging durch die herrliche Bergfrühlingslandscahft sehr einfach fast die ganze Zeit leicht bergab. Immer mit der Schrattenfluh im Blick:
Die Legende der Schrattenfluh geht übrigens so:
Die Schrattenfluh war einst eine wunderschöne, saftig grüne Alp. Sie gehörte einem reichen Sennen, dessen sehender Sohn nach dem Tod des Vaters seinen blinden Bruder betrog.
Er überliess dem Blinden nur den unfruchtbaren Fels, behielt die guten Alpweiden und gab ihm heimlich Kuhmist statt frischem Ziger zu essen. Als der blinde Bruder den Betrug bemerkte, verfluchte er den Bruder.
Daraufhin erschien der Teufel, packte den ungerechten Bruder und zerkratzte mit seinen riesigen Krallen wütend die gesamten saftigen Wiesen der Alp. Er riss alle Erde mit sich fort, sodass nur der nackte, tief zerfurchte Fels zurückblieb – die heutigen Karrenfelder der Schrattenfluh
Nach etwa der halben Strecke
machten wir auf der aussichtsreichen Alp Imbrig eine lange Pause und genossen ausgiebig eine Käseschnitte, einen Wurstsalat, ganz wunderbare „Märränge“
und vor allem die Aussicht.
Der Abstieg war dann auch nochmal sehr aussichtsreich
bis wir schliesslich in Chemmeriboden ankamen, wo es nochmal (diesmal die „berühmten“ aber keineswegs besseren) Meringue gab (also nur für die eine Hälfte – die andere zog ein kühles Blondes vor).
Von dort fuhr dann auch der Bus ab, der uns bequem zum Zug brachte. Da wir recht zeitig dran waren, teilten wir uns für den Abend auf: Bernd legte sich aufs Sofa und ich ging kurzentschlossen in die Reitschule, wo eine Kollegin mit ihrem Chor eine Vorführung hatte.
Ich traf auf drei weitere Kolleginnen und der Abend wurde richtig schön – wirklich ganz tolle Musik, nette Gesellschaft.
Die zwei gebrochenen Rippen und die angeknackste Schulter liessen es nach rund 7 Wochen endlich wieder zu, eine Wanderung zu unternehmen.
Die fand gar nicht so weit weg statt: Wir fuhren nach Gümligen und stiegen Richtung Dentenberg, wo wir uns bei noch nicht allzu warmem Wetter eine etwas windgeschützte Brätelstelle suchten. Dort brannte schon ein Feuerchen und wir durften netterweise partizipieren. So schmeckte dann der Cervelat (was hierzulande keine Rohwurst ist, sondern eine Art angeräucherte Knackwurst) und der Quietschekäse (=Halloumi) ausgesprochen gut.
Der weitere Weg führte uns über wunderschöne Kornblumen-Mohnwiesen.
Ein gelungener Ausflug, bei dem wir auch einer Mohnblütentänzerin und einem Taubenschwäönzchen begegneten.
Eine super-Kombination heute – da war für jede/n was dabei!
Eine relativ überschaubare Auswahl an Berner Bieren für den einen
und ein unterhaltsames Pub-Quiz für die andere.
Das Ganze bei wunderbarem Wetter und noch dazu in Laufnähe von Zuhause – was will man mehr! Da kann man dann auch um 20 Uhr ins Bett gehen, wenn man entsprechend …schwer ist 🙂
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